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Freitag, 18. Mai 2012
 
 
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DMYV - Aktuell

Inhalt

  • Umstellung auf das Multiple-Choice-Verfahren zum 1. Mai 2012
  • Terminhinweis - Tourenskippertreffen in Leer 2012
  • EBA-Herbstsitzung 07.-09.10.2011 in Interlaken




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Umstellung auf das Multiple-Choice-Verfahren zum 1. Mai 2012

Anlässlich der Eröffnung der Hanseboot am 29.10.2011 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung folgende Presseerklärung zur Sportbootführerscheinreform veröffentlicht:


„Presseerklärung anlässlich der Eröffnung der Hanseboot am 29.10.2011
-    Reform der Sportbootführerscheine - Umstellung der Prüfung auf das Antwort-Auswahl-Verfahren (Multiple-Choice-Verfahren)



Ab dem 1. Mai 2012 werden die Prüfungen für den Erwerb der Sportbootführerscheine umgestellt. Die Fragenkataloge zum Erwerb der Sportbootführerscheine werden zukünftig auf das Antwort-Auswahl-Verfahren umgestellt, teilt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung anlässlich der Hanseboot in Hamburg mit. Am 15. November werden die neuen Fragenkataloge in einem Sonderband des Verkehrsblattes veröffentlicht.
Der Deutsche Bundestag hatte die Umstellung gefordert. Es wird zukünftig mehr Praxiswissen abgefragt werden und der theoretische Teil der Prüfung ist erheblich gekürzt worden.

Die Prüfungsinhalte für den Erwerb des Sportbootführerscheins-Binnen und für den Erwerb des Sportbootführerscheins-See sind besser aufeinander abgestimmt worden. Durch die Weiterentwicklung des modularen Systems können gleichartige Prüfungsgegenstände jeweils anerkannt werden. Wer zum Beispiel einen Sportbootführerschein-See durch Prüfung erworben hat, ist bei einer Prüfung für den Sportbootführerschein-Binnen von der Beantwortung der Basisfragen befreit.“

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Führerscheinabteilung des DMYV.

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Tourenskippertreffen in Leer 2012

Das Tourenskippertreffen in Leer findet im nächsten Jahr vom 26. – 29. Juli 2012 statt.

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EBA-Herbstsitzung 07.-09.10.2011 in Interlaken

Die wichtigste Ergebnisse:


EBA-Finanzen
Der EBA-Mitgliedsbeitrag bleibt auch 2012 stabil. Es ist dank höherer Beiträge durch neue Mitglieder keine Inflationsanpassung erforderlich. Auf der EBA-Webseite sind die für die Beitragsbemessung maßgebenden Mitgliederzahlen aufgelistet. Wenn ein Verband dies wünscht, kann er bis Weihnachten 2011 die Mitgliedszahlen für den Beitrag 2012 ändern.


Antifouling
Die Information der deutschen Bootsfahrer im Frühjahr 2011 über die unterschiedlichen europäischen Regelungen in der Zeitschrift WasserSport fand breites Interesse. In Dänemark gilt weiterhin das totale Verbot aller biozidhaltigen Antifoulings ab 01.01.2012. Im September 2011 wurde jedoch eine neue Regierung gewählt, mit der neu verhandelt werden soll.  Der dänische EBA-Kollege Carl Gerström sagte die sofortige Information im Falle einer Änderung zu. Die Schweiz informierte darüber, dass es neben dem Verbot von Dioron eine umfangreiche Positivliste für Unterwasseranstrichstoffe gibt, die inzwischen zur Verfügung gestellt wurden.   

Bootsregistrierung
Zur Anregung der EU-Kommission vom 11.02.2011, über eine Europa-einheitliche Bootsregistrierung nachzudenken, haben DSV und DMYV am 23.06.2011 ein Positionspapier fertiggestellt und an das EBA-Sekretariat übersandt. Darin wird vorgeschlagen, das von der EU beauftragte Sicherheitsberaterunternehmen Sentinel Maritime im direkten Kontakt von der Unsinnigkeit einer solchen Bootsregistrierung zu überzeugen. Dies führte dazu, dass der Managing Direktor von Sentinel Raymond Gibbons zur EBA-Sitzung eingeladen wurde, und zu seinen Vorstellungen eine einheitliche Bootsregistrierung vor allem aus Gründen des Hafensicherheits-Codes ISPS einzuführen, massive Vorbehalte aller EBA-Mitglieder erfuhr. Herr Gibbons zeigte sich dialogbereit und versprach die EBA zu weiteren Abstimmungsgesprächen einzuladen. Ein nächster Termin wurde inzwischen für den 24.11.2011 wahrscheinlich in London terminiert. Deutsche Mitwirkung bei dieser Problematik ist weiterhin besonders gefordert.
Nach dem Vorbild für Binnenwasserstraßen der Niederlande und einem Vorschlag des dänischen Toursejlerverbandes sollen Sportboote mit Namen und Heimathafen gekennzeichnet sein. Die EBA wird eine entsprechende Empfehlung geben.

Infopapier Bootschartern
Die Arbeitsgruppe Bootschartern hat ihren Vorschlag für ein Infopapier fertiggestellt. Das Papier soll in die Teilinfos Offshore-Chartern und Inland-Chartern aufgespalten werden.


Sportboothafensicherheit
Die bei den beiden letzten EBA-Sitzungen beauftragte Arbeitsgruppe zur Erarbeitung einer EBA-Empfehlung für die Sicherheit in Sportboothäfen zu bearbeiten muss ihre Strategie ändern. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass im Herbst 2010 zwei internationale Organisationen Arbeitsgruppen gebildet haben, deren Arbeit sich mit dem EBA-Projekt überschneiden kann:

ISO TC  288/ WG 8: Normung von (Services in) Yacht Häfen

In der Arbeitsgruppe sind bisher nur Vertreter der kommerziellen Marinas und von Ingenieurbüros tätig, sodass die Gefahr besteht, dass eine Normung auf hohem Niveau entsprechend den Wirtschaftsinteressen der Touristikindustrie erfolgt.

PIANC WG 149: Richtlinien für den Entwurf von Marinas


Diese Gruppe stützt sich auf den deutschen HTG-Fachausschuss Sportboothäfen der seit längerer Zeit an Empfehlungen für Sportboothäfen und wassertouristischen Analgen arbeitet. Auch der HTG-Fachausschuss ist weitgehend kommerziell organisiert und wird seit Jahren vom DMYV kritisch begleitet.
Die EBA-Mitgliedsverbände repräsentieren überwiegend Clubs mit nicht-kommerziellen Bootshäfen, die meist durch Vereinsarbeit errichtet und betrieben werden. Vor allem eine Normung auf einem hohen kommerziellen Niveau könnte für die Vereine erhebliche Folgekosten verursachen. Bei der EBA-Sitzung wurde deshalb beschlossen die Normungsarbeiten durch aktives Mitwirken im Interesse von Vereinssporthäfen zu beeinflussen. Das ISO-Sekretariat wurde inzwischen gebeten der EBA einen Beteiligungsstatus für Dieter Haendel, DMYV in der WG 8 einzuräumen. Die Arbeitsgruppe Sportboothafensicherheit wird weitergeführt mit der Zielsetzung EBA-Positionen für das Mitwirken in den internationalen Arbeitsgruppen zu erarbeiten.


EU-Sportbootrichtline (Recreational Craft Design = RCD)
Die  Überarbeitete Sportbootrichtlinie wurde von der EU-Kommission abgeschlossen. Zur Zeit befindet sich der Richtlinienentwurf in der Abstimmung mit den nationalen Regierungen. DSV und DMYV haben am 27.09.2011 das Forum Wassersport im DOSB gebeten bei der Beratung des Entwurfs im Sportausschuss des deutschen Bundestages Stellung zu nehmen. Dies vor allem wegen der unzumutbaren Verpflichtung des privaten Importeurs eines Wasserfahrzeuges hinsichtlich der europäischen Konformitätserklärung, die in dieser Form erst in die letzte Entwurfsfassung eingearbeitet worden ist. Parallel hierzu hat der DSV die Problematik in der EBA thematisiert. Es wurde angeregt, dass alle EBA-Mitglieder entsprechend dem deutschen Vorschlag versuchen sollen auf ihre nationalen Regierungen einzuwirken.


Binnenwasserstraßen
Es wurde die politische Situation in den einzelnen europäischen Staaten zur Förderung des Wassertourismus und zur aktuellen Entwicklung beim Netz der Freizeitwasserstraßen abgefragt:

Deutschland
Bericht über die Richtlinie für die Gestaltung von Wassersportanlagen an Binnengewässern - Stand Juli 2011 - sowie die laufenden Gespräche mit der Bundesregierung über Modelle zur Verbesserung der Finanzierung der Freizeitwasserstraßen.

Großbritannien
Die Regierung will für die Kanäle künftig nicht mehr unmittelbar Verantwortlich sein. Geplant ist die Übergabe dieser Wasserstraßen an eine selbstverwaltende Gesellschaft mit einem jährlichen Beitrag aus dem staatlichen Haushalt  in Höhe von 50%.

Niederlande
Die touristische Förderung von Wanderwegen, Radwegen und Wasserwanderwegen durch die nationale Regierung endet im Herbst 2012. Die Freizeitwasserstraßen sollen ohne Wertausgleich an die Provinzen übergeben werden.

Frankreich
Die nationale VNF soll die Kanäle an die Regionen übergeben, möglicherweise Burgund für mehrere Regionen.


Exekutivkommittee
Carl Gertström wurde als Vizepräsident für den Schwerpunktbereich Nord- und Ostsee für 4 Jahre wiedergewählt.
Im Herbst 2010 scheidet Juraj Groch nach einmaliger Wiederwahl aus dem Exekutivkommittee aus und kann satzungsgemäß nicht mehr als Vizepräsident wiedergewählt werden.

Nächste EBA-Sitzungen
20.-22.04.2012 Palma de Mallorca, Spanien
26.-28.10.2012 Bodrum, Türkei

Dieter Haendel
 
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